Was ist eigentlich der Libor-Skandal?

Der Libor-Skandal macht seit Monaten Schlagzeilen. Bis zu 20 Banken haben durch Absprachen jahrelang wichtige bankinterne Referenzzinssätze wie den LIBOR, EURIBOR und den japanischen TIBOR manipuliert. Da diese Referenzensätze sich auf viele Finanzgeschäfte auswirken, waren Zinssätze für unterschiedliche Finanzprodukte für Anleger jahrelang verzerrt.

Das Nachsehen hatten Privatleute und Unternehmen, die ihre Anlage- und Investitionsentscheidungen aufgrund der manipulierten Zinssätze machten. Denn Referenzzinssätze wirken sich direkt auf die Zinssätze für Sparguthaben, Kredite an Unternehmen und Privatleuten aus. 

 

Darüber hinaus tätigten die teilnehmenden Banken Spekulationsgeschäfte mit Finanzprodukten auf Libor-Basis, die ihnen mehrere Milliarden Euro Gewinn einbrachten. Die teilnehmenden Banken müssen nun mit den Strafen für die Manipulation rechnen sowie mit Klagen von geschädigten Anlegern und Unternehmen.

 

Zinssatz für Geschäfte zwischen den Banken

Der Namensgeber Libor ("London Interbank Offered Rate") zeigt an, zu welchem Preis sich die Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. In Zeiten von Finanzkrisen, wenn das Vertrauen zwischen den Banken gestört ist, steigt der Libor normalerweise an. Die Banken verlangen dann höhere Zinsen für die Kredite an andere Institute, weil sie damit rechnen müssen, das Geld eventuell nicht mehr zurückgezahlt zu bekommen.

 

Da während der Finanzkrise Libor- und Euribor-Sätze auffällig tief waren, wurden verschiedene Marktbeobachter skeptisch und lösten schließlich internationale Untersuchungen aus, die zur Aufdeckung des Skandals führten.


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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Januar 2014 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Januar 2014 veröffentlicht.

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