Ab in die Rente…. Was das neue Rentenpaket konkret bedeutet

Die Bundesregierung hat ein Rentenpaket beschlossen, das am 1. Juli in Kraft tritt. Dieses Paket beinhaltet die Rente mit 63 Jahren, die Mütterrente sowie eine Erhöhung der Erwerbsminderungsrente und beschert Rentnern so die größere Leistungsausweitung seit Jahrzehnten. Doch was bedeutet dies konkret? 

Rente mit 63 Jahren

Ab 1. Juli können alle Arbeitnehmer, die mehr als 45 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, ohne finanzielle Einbußen zwei Jahre früher in Rente gehen. Bisher gab es ein Renten-Abschlag von 0,3 Prozent für jeden Monat, den man früher in Rente ging.Allerdings gilt das Eintrittsalter von 63 Jahren nur für Personen, die vor 1952 geboren wurden, da das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben wird. Für spätere Jahrgänge steigt das Eintrittsalter um jeweils 2 Monate. Wer 1964 geboren wurde, darf dann mit 65 Jahren ohne Einbußen in Rente gehen. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass Frührentner weniger in die Rentenkasse einzahlen und daher eine niedrigere Rente haben, als wenn sie bis zum regulären Rentenalter gearbeitet hätten. Den Antrag kann man 3 Monate vor dem geplanten Rentenanspruch stellen oder aber direkt zum Start der Rentenreform, dann gilt er bei Genehmigung rückwirkend zum 1. Juli. Wer bereits früher in Rente gegangen ist, bei dem bleibt alles beim Alten. Ist noch kein bindender Rentenbescheid erteilt worden, kann ein Rentenantrag zurückgenommen werden und dann nach dem 1. Juli noch einmal gestellt werden. 

 

Mütterrente

Mütter und auch einige Väter dürfen sich auf mehr Rente freuen. Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, wird jeweils ein zusätzliches Jahr Erziehungszeit angerechnet. Das bedeutet, dass Mütter, die bereits einen Rentenanspruch haben, 28,14 Euro im Westen und 25,74 Euro im Osten pro Kind mehr bekommen. Das geht automatisch ohne einen zusätzlichen Antrag.Wer bisher noch keinen Rentenanspruch hatte, weil die benötigten 5 Jahre Versicherungszeit nicht erreicht wurden, sollte prüfen, ob nun durch die Anrechnung diese Mindestzeit erreicht wird. Auf alle Fälle sollten Kinderzeiten bei der Rentenversicherung geltend gemacht werden. Wird die Versicherungszeit von 5 Jahren erreicht, kann nun die Rente beantragt werden. Allerdings wird der Betrag auf die Grundsicherung angerechnet. Ebenso wirkt sich die Mütterrente auf den Versorgungsausgleich bei Geschiedenen aus und kann auf Antrag angepasst werden. Allerdings sollte man vorher von einem Rentenberater oder Anwalt für Familienrecht die Auswirkungen prüfen lassen, denn die Änderungen könnten sich auch negativ auf die Rentenhöhe auswirken. 

 

 

Erwerbsminderungsrente

Wer aus gesundheitlichen Gründen vor dem 60. Lebensjahr in Rente gegangen ist, bekam bisher eine Rente als hätte er mit dem gleichen Durchschnittentgelt bis zum 60. Lebensjahr gearbeitet. Mit dem Rentenpaket wird dies auf das 62. Lebensjahr ausgeweitet. Zudem werden Einkommenseinbußen, die durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ähnliches in den letzten 4 Jahren vor Rentenbeginn auftreten, durch eine Günstigkeitsberechnung ausgeglichen. 

 


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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Juni 2014 veröffentlicht.
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