Wie sinnvoll sind grüne Geldanlagen

Ökologische Nachhaltigkeit ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und so soll nicht nur das Gemüse im Kühlschrank Bio sein, sondern auch die Wertpapiere im Depot. Wer sein Geld heute ökologisch anlegen möchte, sieht sich einer zunehmend großen Anzahl an Möglichkeiten gegenüber, denn die Finanzindustrie reagiert auf diesen Trend – und zwar nicht nur ökologische Institute, sondern auch „herkömmliche“ Banken und Investoren. Sogar Unternehmen lassen sich nachhaltige Projekte durch grüne Anleihen finanzieren.

Dieses Umdenken ist sicher löblich. Doch bei aller Liebe zur Ökologie sollen die grünen Schuldverschreibungen ja vor allem eines tun: Gewinn einfahren. Und zwar genauso viel wie herkömmliche Anleihen. Bei genauer Betrachtung finanzieren grüne Anleihen jedoch nicht nur das ökologische Projekt des Unternehmens, sondern die Unternehmensentwicklung per se. Denn das ökologische Projekt ist ja nur ein Teil der Geschäftspolitik und letztendlich steht das Unternehmen mit den ganzen Einnahmen für den Gewinn der Anleihe gerade – und darin sind auch „nicht-ökologische“, also herkömmliche Projekte, enthalten. Grüne Anleihen – und auch alle anderen grünen Finanzprodukte – sind daher vor allem eines: ein Marketing-Gag. Zu diesem Schluss kam unlängst auch das Handelsblatt und das trifft genau meine Überzeugung.

Natürlich ist es sinnvoll und richtig, Geld den eigenen Überzeugungen entsprechend anzulegen. Allerdings ist es dazu nicht unbedingt notwendig, spezielle grüne Finanzprodukte zu kaufen. Stattdessen können Sie auch ganz „normale Produkte“ ins Portfolio aufnehmen und bei diesen darauf achten, dass die „richtigen“ Firmen im Fonds enthalten sind. Das zu kontrollieren ist leicht: Einfach das Vermögensverzeichnis des Fonds durchlesen und prüfen, in welche Firmen der Fonds investiert ist. Sicher werden sie nicht alle Firmen kennen, aber Rüstungsfirmen erkennen Sie leicht, da diese Namen meist bekannt sind.

Schließlich zählt, dass die Fonds eine ordentliche Rendite abwerfen. Denn was nützen die schönsten ökologischen Vorgaben, wenn Sie in ein Projekt investieren, das dann Pleite geht? So geschehen Anfang 2014 mit dem geschlossenen Fonds des Windkraftanlagenbauers Prokorn. Dieser Fonds stand von Anfang an auf wackeligen Beinen. Daher bedeutet nachhaltiges Investieren eben auch, dass sich Ihr Vermögen mehrt.

 


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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im September 2014 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im September 2014 veröffentlicht.

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