Wer braucht eine private Pflegeversicherung?

Keiner mag gern daran denken, dass er im Alter einmal zum Pflegefall werden kann. Es macht jedoch Sinn, sich schon frühzeitig zu fragen, ob man für diesen Fall gerüstet ist. Denn der Betrag, den die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt, reicht oftmals nicht aus, um die tatsächlichen Kosten der Pflege zu decken. Zusätzliche Kosten müssen daher selbst getragen werden.

Je nach Pflegestufe kann die Zuzahlung für die Pflege bis zu 2.500 Euro im Monat betragen. Reicht die Rente dafür nicht aus, wird das eigene Vermögen herangezogen oder die Kinder zur Kasse gebeten —natürlich nur, wenn diese ein entsprechend hohes Einkommen oder Vermögen besitzen. Ein Selbsterhalt von mindestens 1.500 Euro sowie die eigene Altersvorsorge oder eine selbstgenutzte Immobilien der Kinder bleiben dabei außen vor.

Wer im Alter nicht über den Betrag der Grundsicherung hinauskommt, kein Vermögen besitzt oder Kinder hat, die für die Zuzahlung aufkommen müssen, braucht auch keine zusätzliche Absicherung. In diesem Fall übernimmt das Sozialamt die Zuzahlung. Auch wer mehr als 2.500 Euro Rente bekommt, braucht keine Versicherung. Denn in diesem Fall reicht das Geld ja aus, um die Pflegekosten zu begleichen.

Es sind also diejenigen, die im Alter monatliche Einnahmen zwischen dem Betrag der Grundsicherung in Höhe von 1.000 Euro bis etwa 2.500 Euro verfügen, die sich beraten lassen sollten, welche Absicherung für sie infrage kommt. 

Wie bei allen Versicherungen ist die monatliche Belastung günstiger, je früher die Versicherung abgeschlossen wird. Für 35-Jährige liegt der Beitrag bei etwa 25 Euro, 45-Jährige zahlen etwa 40 Euro und 55-Jährige kommen auf etwa 63 Euro im Monat. Im Vergleich zu mehreren Hundert Euro Zuzahlung im Alter, sind diese Beiträge noch relativ moderat. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie diesen Betrag nicht aufbringen möchten und somit das Ersparte unangetastet bleibt.

Ich rate daher auch Kindern, deren Einkommen oder Vermögen im Pflegefall ihrer Eltern angetastet werden würde, sich zu überlegen, ob sie den Beitrag für ihre Eltern nicht übernehmen wollen. Das ist unter Umständen günstiger, als später die monatlichen Zuzahlungen zu übernehmen.


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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Oktober 2014 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Oktober 2014 veröffentlicht.

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