Ausgaben clever planen und dabei Steuern sparen

Das Jahr neigt sich dem Ende. Das ist ein guter Zeitpunkt zu prüfen, welche Ausgaben sich jetzt noch lohnen, damit Sie Ihre Steuerlast ein wenig mildern können. Rücklagen fürs Alter oder Renovierungsausgaben –  im Folgenden erfahren Sie, welche Ausgaben Sie noch in diesem Jahr tätigen sollten und welche Sie besser aufs neue Jahr schieben.

Geldanlage und Wertpapiere

Obwohl die Zinsen gerade sehr niedrig sind, werfen Kapitalanlagen dennoch Zinsen ab. Überprüfen Sie jetzt, ob Ihre Freistellungsaufträge für künftige Zinsen, Dividenden und Wertpapiergewinne dem aktuellen Sparerpauschbetrag (801 Euro für Alleinstehende und 1602 Euro für Verheiratete) angepasst sind, und verteilen Sie diese gegebenenfalls neu. Ist der Freistellungsauftrag zu niedrig, fällt ab dem 1. Euro Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag an.

 

Für alle, die keine Einkommenssteuererklärung abgeben, weil ihr Einkommen unter dem Grundfreibetrag von 8.354 bzw. 16.708 Euro (leidig/verheiratet) liegt, also vor allem Kinder und Rentner, können stattdessen eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung abgeben. Diese stellt das Finanzamt aus und gilt jeweils für 3 Jahre. 

 

Haben Sie im laufenden Jahr Wertpapiere mit Verlust verkauft, dann sollten Sie bis zum 15. Dezember beim Finanzamt eine Verlustbescheinigung beantragen und sie bei der Bank stellen, bei der die Verluste angefallen sind. So können Sie diese mit Kapitalerträgen verrechnen lassen. 

Altersvorsorge

Wer noch Geld übrig hat, kann dies in die Altersvorsorge investieren und so Zulagen sichern bzw. Steuern sparen: zum Beispiel durch Abschluss oder die Aufstockung eines Riester-Vertrages. Der Staat gewährt dafür 154 Euro Zulagen, für jedes Kind gibt es noch einmal 300 Euro bzw.185 Euro für vor 2008 geborene Kinder dazu. Mindestens 4 Prozent des rentenversicherten Bruttolohns von 2013 müssen Sie dafür in einen Riester-Vertrag investieren. Der Maximalbetrag liegt bei 2.100 Euro und wird als Sonderausgabe bewertet. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, wird die Differenz in dem Steuerbescheid gut geschrieben. 

Renovierungskosten absetzen

Für alle Handwerkerleistungen wie Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten gibt es einen Steuerrabatt von 20 Prozent, sofern sie unter 6.000 Euro in einem Kalenderjahr liegen. Bis zu 1.200 Euro weniger Einkommens-Steuern müssen Sie dann zahlen. Ist der Betrag noch nicht ausgeschöpft, dann sollten Sie sich überlegen, was Sie in diesem Jahr noch renovieren lassen können. Befinden Sie sich schon über dieser Summe, dann verschieben Sie Renovierungen lieber ins nächste Jahr. 

 

Immobilienbesitzer können Instandsetzungskosten über die ersten fünf Jahre nach dem Kauf als Werbungskosten absetzen und damit das zu versteuernde Einkommen reduzieren. Allerdings dürfen die Kosten ohne Umsatzsteuer in den ersten drei Jahren 15 Prozent der Gebäudekosten nicht übersteigen.

 

Ausgaben für den Beruf

Wer als Arbeitnehmer mehr als den Pauschalbetrag für berufliche Kosten in Höhe von 1.000 Euro ausgibt, spart Steuern. Beiträge zu Gewerkschaften sowie Kosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz liegen meist schon deutlich über diesen Betrag. Kosten für Weiterbildungen können zusammen mit Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten dann die Werbungskosten leicht erhöhen. Ebenso können Arbeitsmittel wie Aktentaschen, Büromöbel und Computer für die Arbeit oder Fortbildung, sowie Büromaterial und Fachbücher als Werbungskosten geltend gemacht werden. Allerdings werden einzelne Arbeitsmittel nur bis zu einem Preis von 487,90 Euro inkl. Umsatzsteuer mit vollem Preis angerechnet. Ansonsten gilt eine Abschreibung von drei Jahren für Notebooks oder für Büromöbel von 13 Jahren. 

 


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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im November 2014 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im November 2014 veröffentlicht.

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