Devisenhandel hat für Privatanleger wenig Aussicht auf Erfolg

Der Handel mit Devisen ist eine sehr riskante Angelegenheit. Wie schnell und unerwartet sich ein Kurs ändern kann, hat der plötzliche Kursprung des Schweizer Franken eindrucksvoll demonstriert. Völlig unerwartet hat die Schweizer Nationalbank den festen Wechselkurs gegenüber dem Euro aufgehoben. Die Folge: Der Kurs des Franken zum Euro stieg steil an. 

Solche Ereignisse können immer wieder vorkommen und wirbeln dann die Devisenmärkte ziemlich durcheinander. Freuen können sich in der aktuellen Situation diejenigen, die für ihre Schweizer Franken nun mehr Euro bekommen. Wer dagegen ein Immobilien-Darlehen in Franken aufgenommen hat, muss dafür nun mehr Euro aufwenden. Auch ein Tourist muss für seinen Urlaub in der Schweiz  tiefer in die Tasche greifen.

Doch wie kann es soweit kommen? Das liegt an dem dubiosen Geschäftsmodell, auf den Broker beim Devisenhandel setzen. Dort herrscht reine Spekulation vor, die von keinerlei wirtschaftlichen Daten gestützt werden. Mit einer Aussicht auf riesige Gewinne bei minimalem Einsatz werden Kunden für den Devisenhandel gewonnen. Doch in Wahrheit bekommen Privatleute nicht nur schlechtere Kurse als Profianleger, Online-Broker wetten darüber hinaus auch noch gegen ihre Kunden und zwingen diese, bei Unterschreiten einer bestimmten Kursschwelle Verluste zu realisieren, so beschreibt das Handelsblatt dieses Geschäftsmodell.

Völlig ohne staatliche Regulierung werden diese Devisengeschäfte getätigt. Mit sogenannten Hebeln werden immense Gewinne versprochen. Allerdings können diese Hebel eben auch immense Verluste bedeuten, wenn sich der Kurs in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Dieses Risiko schreit danach, endlich reguliert zu werden!

Die französische Börsenaufsicht hat unlängst herausgefunden, dass neun von zehn Privatanlegern in einem Zeitraum von vier Jahren Geld im Devisenhandel verloren haben im Durchschnitt 11.000 Euro. Das zeigt, dass für Privatanleger dieser Bereich alles andere als attraktiv ist, und bestätigt meine Meinung zu diesem Thema: Ich rate meinen Kunden schon immer davon ab, mit Devisen zu handeln. Das Devisendebakel um den Schweizer Franken hat dieser Ablehnung neuen Zündstoff gegeben.



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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Januar 2015 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Januar 2015 veröffentlicht.

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