Der März gehört den Frauen

Internationaler Frauentag, das Gesetz zur Frauenquote in Aufsichtsräten, der Equal Pay Day – der März war ein Monat, in dem darauf aufmerksam gemacht wurde, in welchen Bereichen Frauen gegenüber Männern noch nicht auf einer Stufe stehen: Auf ihrem Lohnzettel steht häufig weniger als bei ihren männlichen Kollegen, und in der Führung sind sie eher die Ausnahme als die Regel.

Sicher wird die Quote nicht von einem Tag auf den anderen die Welt verändern, aber es bringt den notwendigen Kulturwandel in den deutschen Unternehmen endlich in Schwung, meint auch die Präsidentin des Verbands der deutschen Unternehmerinnen Stephanie Schor. Die Quote setzt Zeichen, dass die Geschäftswelt vermehrt ein Auge auf qualifizierte Frauen werfen muss und verstärkt auf sie eingeht. 

Und Frauen müssen angemessen bezahlt werden, denn sie verdienen immer noch 22 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Lohnlücke hat zahlreiche Gründe: Häufig arbeiten Frauen in Branchen, die nicht so üppig bezahlen, wie beispielsweise im sozialen Bereich. Oder sie arbeiten in Teilzeit, weil sie sich um die Familie kümmern. 

So stand der EPD 2015 unter dem Motto Lohntransparenz. Denn nur wer weiß, was der männliche Kollege verdient, kann dies auch fordern. Und wenn Männer und Frauen gleich verdienen, spielt es auch wirtschaftlich nicht so eine große Rolle, wer sich vermehrt um die Kinder kümmert.Und so ist die auch das nächste Thema, das Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf den Weg bringen will: die Lohntransparenz. 

 

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Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im März 2015 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im März 2015 veröffentlicht.