Gemeinschaftlich gegen soziales Ungleichgewicht

Die Affäre um die Panama-Papers hat einmal mehr gezeigt, wie weit sich Vermögende vom Rest der Gesellschaft entfernt haben. Um große Vermögen vor dem Zugriff des Fiskus zu schützen, wird das Geld mehr oder weniger illegal in Briefkastenfirmen geparkt. Der normal arbeitende Mittelständler zahlt dagegen brav seine Steuer, schickt seine Kinder in marode Schulen und hofft, dass sein Job nicht durch die Globalisierung in andere Länder abwandert oder durch Managementfehler gestrichen wird.

Das Ungleichgewicht zwischen Einkommen und Vermögen wächst – das birgt sozialen Sprengstoff. So wird Einkommen mit bis zu 45 Prozent versteuert, während für Kapitaleinnahmen lediglich 25 Prozent anfallen. Dazu kommt die aktuelle Geldpolitik: Während Schulden steuerlich absetzbar sind, wird Vermögen durch die aktuell real geltenden Minuszinsen entwertet.

Geld bleibt in der Vorstandsetage 

Auch in der Umverteilung des Gewinns innerhalb der Unternehmen kommt nur noch ein Bruchteil bei den Mitarbeitern an. Während früher die Vorstände alle Mitarbeiter an dem guten Geschäftsergebnis teilhaben ließen, bedienen sich heute nur noch die Vorstände an dem Kuchen, während die anderen - – also diejenigen, die das gute Ergebnis erwirtschaftet haben – leer ausgehen.

Wenn man sich überlegt, was man alles von so einem Vorstandgehalt bezahlen könnte! Wenn das Geld direkt beim Mittelstand ankäme, würde der Konsum angekurbelt und es würde zu einem soliden Wachstum kommen, das wir brauchen, damit wir zukunftsfähig bleiben.

Stattdessen wandert das Geld in dubiose Briefkastenfirmen und tut gar nichts – außer sich zu vermehren. Weder gelangt das Geld durch Steuern an den Staat, der es in Bildung und Infrastruktur investieren könnte, noch gelangt es durch Konsum in den Wirtschaftskreislauf, wo es dazu beiträgt, mehr Dinge zu produzieren und damit die Menschen in Lohn und Brot zu bringen. Alles Dinge, die auch künftig die Landschaften zum Blühen bringen und damit die Basis für ein solides Wirtschaftswachstum legen.

Um dieses soziale Ungleichgewicht aufzuhalten, sollten wir uns meiner Meinung wieder mehr  bewusst werden, dass wir gemeinsam als Menschen dem gleichen Schicksal unterliegen. Wenn wir mehr teilen, statt nur an uns selbst zu denken, haben alle etwas davon. So wie durch die Globalisierung der Wohlstand in den Schwellenländern gestiegen ist und durch vermehrte Exporte in diese Länder uns wieder zu Gute kommt, so führt eine ausgeglichene Verteilung des Vermögens hierzulande zu mehr Wohlstand innerhalb unserer Gesellschaft. 

Download
Gemeinschaftlich gegen soziales Ungleichgewicht
RS-Newsletter_ April_2016.pdf
Adobe Acrobat Dokument 41.0 KB

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im April 2016 veröffentlicht.
Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im April 2016 veröffentlicht.

Kontaktdaten

Ruth Steinert - Finanzexpertin

ANSCHRIFT

Marianne-Plehn-Straße 18

81825 München

REGULÄRE GESCHÄFTSZEITEN

Montag bis Freitag 9 - 18 Uhr

FESTNETZ

+49 (0)89 - 68 05 08 38

HANDY

+49 (0)170  - 34 53 805

FAX

+49 (0)89 - 68 05 08 39

MAIL 

office@ruthsteinert.de

Social Media

Ruth Steinert auf Twitter

Ruth Steinert auf Xing

Ruth Steinert auf Facebook

Die Finanzthemen jeden Monat kostenfrei als Newsletter

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Ihre persönlichen Daten einsehen

Ihr geschützter Online-Account öffnet sich in einem zweiten Browser!