Mehr Rendite durch den Cost-Average-Effekt

Wer Wertpapiere zu einem günstigen Preis kauft, freut sich bei gestiegenen Kursen zum Verkaufszeitpunkt über eine gute Rendite. Soweit die Theorie: Doch wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einstieg? Das weiß leider keiner so genau. Statt also auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu warten, können Anleger sich beim Kauf von Wertpapieren den sogenannten Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) zu Nutzen machen.

Dabei wird der Kauf von Wertpapier-Anteilen über eine längere Periode verteilt. Da die Kurse schwanken, müssen Sparer mal mehr, mal weniger für einen Anteil hinlegen. Bei einem fixen monatlichen Sparbetrag kaufen Anleger bei niedrigen Preisen also mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. So liegen während der Sparphase die durchschnittlichen Kosten für einen Anteil über dem günstigsten Preis und unter dem teuersten Preis der betrachteten Zeitspanne. Der Vorteil des Cost-Average-Effekts ist also, dass er den durchschnittlichen Kaufpreis reduziert.

Vorteilhaft ist der Durchschnittskosteneffekt vor allem für alle Sparer, die sich langfristig Vermögen durch den monatlichen Kauf von Fondsanteilen aufbauen wollen. Da die Erfahrung zeigt, dass die Kurse über einen Zeitraum von mehreren Jahren steigen, sichern sie sich damit eine gute Rendite. Aber auch bei größeren Beträgen hilft der Cost-Average-Effekt: Wer nicht ständig den Markt im Auge hat, legt größere Beträge einfach über mehrere Monate an und erhöht somit die Chance auf eine größere Rendite.

Wie bei allen Wertpapiergeschäften hängt die Rendite vom Kursanstieg ab. Je höher der Verkaufspreis über den durchschnittlichen Kaufpreis liegt, desto höher die Rendite. Um sicherzugehen, dass die erzielte Rendite auf den letzten Metern nicht doch noch flöten geht, rate ich Anlegern zum Ende der Laufzeit bei unsicherer Marktlage in schwankungsarme Rentenfonds oder den Geldmarkt umzuschichten.

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Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im September 2016 veröffentlicht.
Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im September 2016 veröffentlicht.