Echte Gerechtigkeit statt gemangte Diversity

Diversity Manager und gesetzliche Gleichstellungsregeln haben in Sachen gleiches Gehalt für Männer und Frauen immer noch keinen Durchbruch erreicht. Gerade im kalifornischen Silicon Valley, das ja eigentlich als Innovationsschmiede gilt, herrscht mental immer noch Mittelalter, so die dortige Handelsblatt-Korrespondentin Britta Weddeling. Diskriminierungen und Sexismusvorwürfe seien in IT-Unternehmen wie Google, Facebook Twitter, Apple, Tesla und Oracle wohl an der Tagesordnung. Da stellt sich die Frage, wie es gelingen soll, genügend Frauen in diese Unternehmen zu bekommen, damit sich die Unternehmenskultur endlich ändert.

 

Aus purer Verzweiflung raten Unternehmerinnen ihre Mitarbeiterinnen unter der Hand sogar, kurz nach Heirat und Kinderkriegen die Scheidung einzureichen. Bei geteiltem Sorgerecht sei der Vater dazu verpflichtet, sich um den Nachwuchs zu kümmern – auch ohne dass die Mutter dabei ist. Sonst bleibt die Frau bei den Kindern und er macht Karriere. 

 

Das ist zugegebenermaßen ein ziemlich drastisches Mittel, um die Gleichberechtigung in Beruf und Familie durchzusetzen. Denn eigentlich würde es schon reichen, wenn Frauen angemessen und gerechter bezahlt würden. Dann lohnt es sich für sie auch mit Familie weiter in den Technologiefirmen zu arbeiten und die Männer angehalten, gleichberechtigter in der Familie tätig zu sein. Das würde sicherlich ein innovatives Zeichen setzen.


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Dieser Blog wurde von Ruth Steinert im April 2017 veröffentlicht.
Dieser Blog wurde von Ruth Steinert im April 2017 veröffentlicht.