Gold als sicherer Hafen?

Seit Jahrhunderten gilt Gold als die sichere Vermögensanlage. Selbst in Zeiten der spekulativen Finanzgeschäfte verliert das Edelmetall nicht seinen Reiz. Totalausfall? Fehlanzeige! Allerdings ist auch keine vollständige Rückzahlung garantiert. Denn der Preis des glänzenden Metalls kann extrem schwanken. Man weiß nie, wie viel Geld das Gold zum Verkaufszeitpunkt wert sein wird. Da Gold in Dollar gehandelt wird, birgt  es auch immer ein Wechselkursrisiko.

Derzeit dümpelt der Goldpreis eher vor sich hin. Das könnte auch an den steigenden Aktienmärkten liegen. Denn die Erfahrung zeigt: In boomenden Börsenzeiten ist der Goldpreis eher niedrig, während bei einer Aktientalfahrt der Goldpreis wieder anzieht. Auf den Preis drücken auch steigende Zinsen in den USA und ein starker US-Dollar. Experten sehen das aber nur als kurzfristiges Szenario. Positiv wirkt sich dagegen die Inflation auf den Preis aus: Steigende Ölpreise und ein bevorstehender Handelskrieg machen Gold als Instrument zur realen Geldwerterhaltung wieder attraktiv. Finanzexperten sehen gar ein Kursziel von 1.800 bis 2.300 US-Dollar je Feinunze Gold. Derzeit bewegen wir uns bei einem Preis von 1.200 US-Dollar. Der letzte Höchststand lag 2011 bei 1.900 US-Dollar je Feinunze Gold.

Investition in Barren oder Papier

Wer in Gold investieren möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Gold gibt es physisch als Münze oder Barren. Gängig sind dabei Standardmünzen mit der Einheit 1 Feinunze (21,1 Gramm). Dazu zählen der südafrikanische Krügerrand oder die Münze Wiener Philharmoniker, die es mit Aufschlag bei großen Onlinehändlern zu kaufen gibt. Günstiger wird es, wenn man gleich ein 1-Kilo-Barren kauft. Allerdings bindet er mit etwa 35.000 Euro sehr viel Kapital. Zudem muss man beim Kauf von Goldbarren einen sicheren Platz finden. Entweder zu Hause im sicheren Tresor oder gegen Gebühr in einem Bankschließfach.

 

Kleinere Barren gibt es bereits ab 1 Gramm. Da liegt der Aufschlag zum Materialwert bei mehr als 20 Prozent, sodass er sich eher als Geschenk eignet oder als Währungsersatz für extreme Krisenzeiten, die allerdings sehr unwahrscheinlich eintreten werden. Sammelmünzen wie Medaillen oder Gedenkmünzen eignen sich hingegen nicht als Anlage. Ihr Wiederverkaufswert richtet sich nach der Nachfrage für diese Münzen und lässt sich schwer einschätzen. 

 

Alternativ gibt es Gold in Papierform als Exchange Traded Commodities, kurz ETC. Sie werden wie ETFs (Exchange Traded Funds) an der Börse gehandelt. Mit einem geringen Aufschlag beim Kauf sind sie einfach zu handhaben und haben niedrige jährliche Kosten. Mit einem ETC erwerben die Anleger eine Schuldverschreibung. Das birgt das Risiko, dass der Emittent pleite geht. Das ist jedoch relativ gering, da viele Herausgeber das Gold physisch in Barren hinterlegen.

 

Fazit:

Als Beimischung von bis zu 5 Prozent eignet sich Gold gut als Baustein für das Portfolio. Während man in den vergangenen 20 Jahren an den globalen Börsen mehr als 54 Prozent Kursverluste erzielen konnte, fiel der Goldpreis lediglich um maximal 36,5 Prozent. Da in guten Börsenzeiten wie in der jetzigen Lage, der Goldpreis eher niedrig ist, kann man über einen Kauf des Edelmetalls nachdenken.

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Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im Juni 2018 geschrieben und veröffentlicht.
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