Vermögensaufbau: DIY oder Berater fragen?

Im digitalen Zeitalter geht alles online viel schneller: Shopping, Banking und selbst das Geldanlegen. Dank Direktbanken braucht man dazu keinen Berater, sondern kann nach eigenen Vorlieben sein Vermögen mehren. Gerade gut verdienende Anleger zwischen 30 und 40 Jahren managen ihre Geldanlage lieber selber. Sie vertrauen dem Wissen aus dem Internet und glauben, das reiche, um langfristig eine gute Rendite zu erzielen.

Viele dieser Anleger haben noch keinen Börsencrash erlebt und dabei viel Geld verloren. Denn seit 2009 kennt der Markt nur einen Weg: nach oben. Daher wiegen sie sich in falscher Sicherheit und wissen nichts von Portfoliallokation. Diese ist nämlich zu 90 Prozent für die Rendite verantwortlich. Kaum einer der jungen, technologiebasierten Anleger dürfte mit den Erkenntnissen des Ökonomie-Preisträgers Harry Markowitz aus den1950er Jahren vertraut sein. Der US-Wirtschaftswissenschaftler wies damals nach, dass eine breite Streuung auf mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien das Risiko stark senkt. 

ETFs und Kryptowährung sind die Anlage der Stunde

Statt ihr Vermögen also breit zu streuen, setzen die jungen DIY-Anleger zu 100 Prozent auf Aktien. Sie kaufen ETFs (Exchange Traded Funds) aus sehr engen Zukunftsbranchen, Sektoren oder Ländern, anstatt ein klassisches, breit diversifiziertes und robustes Portfolio mit einem weltweiten Investment aufzubauen. Risikoärmere Anlageklassen wie Anleihen finden sich in ihren Depots dagegen kaum. Stattdessen setzen sie auf Kryptowährungen, die unabhängig vom Kapitalmarkt agieren. David Horvat, Vorstand der Honorarfinanz AG sieht das als eine tickende Zeitbombe. 

 

 Ohne Beratung unter mehr als 100 ETFs den passenden Fonds zu finden, ist für unerfahrene Anleger schier unmöglich. Zudem gehen sie mit dem passiven Anlageinstrument ETFs sehr aktiv um. Diese Anlageklasse ist dafür gemacht, dass sie lange gehalten wird und so die niedrigen Verwaltungsgebühren optimal nutzt. Viele DIY-Anleger schichten ihr Portfolio jedoch mehrmals im Jahr um und wissen nicht, dass sie damit die langfristige Rendite zunichtemachen. Sie lassen sich vom Finanzmarkt-Getuschel in den sozialen Medien beeinflussen ohne zu wissen, was dahinter steckt. Das führt dazu, dass die Finanzprofis mit der Unerfahrenheit der jungen DIY-Anleger ihr Geld verdienen. 

 

Es ist also kein Wunder, dass die Rendite von Direktbankkunden 3,1 Prozent pro Jahr hinter den Wertzuwächsen des Marktes zurückliegen. Selbstentscheider erzielen Studien zufolge mehr als drei Prozent weniger Nettorendite als Anleger, die einen Berater an der Seite haben. Bei diesen Zahlen sind die Provisionen für Berater schnell wieder drinnen. 

Fazit:

Auch ich rate seit Jahren meinen Kunden eine breite Asset-Verteilung vorzunehmen. So sind sie vor großen Schwankungen in einzelnen Anlageklassen geschützt und nehmen über die Jahre eine ordentliche Rendite mit. 

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Vermögensaufbau: DIY oder Berater fragen?
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Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im Oktober 2018 geschrieben und veröffentlicht.
Dieser Newsletter wurde von Ruth Steinert im Oktober 2018 geschrieben und veröffentlicht.

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