Demografische Faktoren bestimmen künftiges Wachstum

Demografie ist ein viel diskutiertes Thema. Insgesamt wächst die Weltbevölkerung, was vor allem auf Länder wie Indien oder auf die afrikanischen Länder zurückzuführen ist. In vielen Industrienationen schrumpft jedoch die Bevölkerung, so auch in Deutschland. Während Indien bis 2028 China als wachstumsstärkstes Land überholt haben wird, türmt sich das demografische Problem in Ländern wie China, Japan und Russland erst langsam auf. 

 

Diese Entwicklung wird das Machtgefüge der Volkswirtschaften verändern. Doch es heißt nicht, dass wir die demografischen Verlierer sind. Wirtschaftlich können Unternehmen und Investoren von dem Bevölkerungswachstum in anderen Ländern profitieren. Denn dynamische Länder, in denen es konsumfreudige junge Menschen gibt, sind potenzielle Wachstumsmärkte. Dieses Szenario ruft große Unternehmen heute schon auf den Plan. So haben Konzerne wie Daimler längst ihre Niederlassungen in Ländern mit einem großen Bevölkerungswachstum wie Indien eröffnet.

 

Doch auch Deutschland braucht den demografischen Wandel nicht zu fürchten. Auch wenn die Bevölkerung schrumpft, hängt die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes stets auch von der Zusammensetzung der Bevölkerung ab. Also davon, wie viele Hochgebildete, Gebrechliche oder Leistungsorientierte ein Land hat. Deutschland ist ein relativ leistungsfähiges Land, das allerdings mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Um diesen entgegenzuwirken, gibt es zwei Stellschrauben: die Arbeitsmarkt- und die Familienpolitik. Das beinhaltet einen vereinfachten Zuzug von ausländischen Fachkräften sowie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 

 

Gerade mit einer familienfreundlichen Politik können gut ausgebildete Frauen im Arbeitsmarkt gehalten werden, auch wenn sie Kinder bekommen. Das wirkt sich wiederum meist positiv auf die Geburtenrate aus, wie das in den skandinavischen Ländern eindrucksvoll zu beobachten ist: Dort gibt es ein großes Angebot von Kindertagesstätten, flexible Arbeitszeiten, und Mütter und Väter können nach der Elternzeit vergleichsweise problemlos wieder in den Beruf zurückkehren. Wie gut das wirkt, zeigt Norwegen, das mit einer Geburtenrate von 1,88 Kindern pro Frau eine Spitzenposition in Europa einnimmt. 

 

Leistungsfähige Menschen finden sich auch in der älteren Bevölkerungsgruppe wieder: Menschen zwischen 60 und 80 Jahre sind heute länger gesund, länger leistungsfähig und leistungswillig. Ihr Potenzial sollten wir in die Gesellschaft ein- und nicht ausschließen. Daher stellt sich die Frage, ob wir uns ein festgesetztes Rentenalter noch länger leisten können.

 

Man sieht also, wenn an diesen Stellschrauben gedreht wird, können wir dem Fachkräftemangel wirkungsvoll entgegenwirken und den Innovationsreichtum Deutschlands weiterhin aufrechterhalten.

Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Juni 2013 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im Juni 2013 veröffentlicht.

ARTIKEL DOWNLOADEN


Download
RS-Newsletter Juni 2013.pdf
Adobe Acrobat Dokument 80.4 KB

DIESEN ARTIKEL TEILEN




< vorheriger Artikel      |      nächster Artikel >



Kontaktdaten

Ruth Steinert - Finanzexpertin

ANSCHRIFT

Marianne-Plehn-Straße 18

81825 München

REGULÄRE GESCHÄFTSZEITEN

Montag bis Freitag 9 - 18 Uhr

FESTNETZ

+49 (0)89 - 68 05 08 38

HANDY

+49 (0)170  - 34 53 805

FAX

+49 (0)89 - 68 05 08 39

MAIL 

office@ruthsteinert.de

Social Media

Ruth Steinert auf Twitter

Ruth Steinert auf Xing

Ruth Steinert auf Facebook

Die Finanzthemen jeden Monat kostenfrei als Newsletter

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Ihre persönlichen Daten einsehen

Ihr geschützter Online-Account öffnet sich in einem zweiten Browser!