Schmale Rendite für hochprozentige Bundesanleihen

Wohl dem, der hochprozentige Bundesanleihen im Depot hat: 4,75 bis 6 Prozent Zinsen gab es bis zum Anfang des Jahrtausends auf Schuldverschreiben vom Staat. Wer solche Papiere vor 2009 gekauft hat, sollte sie jetzt zu Geld machen. Warum, werden Sie sich sicher fragen. Ganz einfach: So schön, wie die Zinszahlungen auch sind, die Sie bis zum Ende der Laufzeit bekommen, so unterliegen sie doch der Abgeltungssteuer und müssen mit 28 Prozent versteuert werden. Zumindest wenn sie über dem Freibetrag von 801 Euro für Alleinstehende / getrennt Veranlagte bzw. 1602 Euro für Verheiratete / gemeinsam Veranlagte liegen. Und am Ende der Laufzeit bekommen Sie lediglich denn Nennwert des Papiers ausgezahlt. 

 

Während der Laufzeit werden Bundesanleihen zu einem höheren Wert über die Börse gehandelt und können daher mit Gewinn verkauft werden. Diese Kursgewinne, die Sie durch den Verkauf von vor 2009 erworbenen Bundesanleihen erzielen, sind steuerfrei. 

 

Das Handelsblatt hat dies anhand einer 30-jährigen Bundesanleihe, die im Juni 2016 fällig wird, nachgerechnet: Ein Anleger, der Bundesanleihen im Wert von 10.000 Euro besitzt, bekommt bis zum Ende der Laufzeit noch drei Mal 600 Euro Zinsen ausgezahlt - insgesamt 1.800 Euro. Nach Abzug der Abgeltungssteuer bleiben noch rund 1.300 Euro. Der Kurs dieses Papiers liegt jedoch höher, sodass es beim Verkauf an der Börse steuerfreie 11.580 Euro erzielen würde. Der Gewinn liegt mit 1.580 Euro also um etwa 280 Euro über der Summe der Zinsen nach Abzug der Steuer. Zudem kann das frei gewordene Geld wieder anderweitig angelegt werden.

 

Die echte Rendite für dieses Papier (wenn es bis zum Laufzeitende gehalten wird) liegt bei einem Minus von 1,45 Prozent – ein Verlustgeschäft also. Bei einer Bundesanleihe, die erst 2028 fällig wird und mit 4,75 Prozent verzinst wird schaut es besser aus. Dort liegt die echte Rendite bei 1,23 Prozent. Allerdings gleicht das nicht einmal die Inflation aus. Auch hier sollten Sie also durchrechnen, ob es nicht günstiger wäre, die Papiere zu verkaufen.

Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im September 2013 veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde von Ruth Steinert im September 2013 veröffentlicht.

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